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Integrative Betreuung von Kindern mit Behinderung in Krippen

Inhalte und Eckpunkte

Kinder mit Behinderung, die das 3. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, werden zusammen mit Kindern ohne Behinderung integrativ in Kinderkrippen und kleinen Kindertagesstätten betreut. Die Kinder erhalten in der Krippe neben den üblichen Leistungen der Krippe Leistungen der Eingliederungshilfe insbesondere in Form heilpädagogischer Leistungen für Kinder gemäß §§ 35a Sozialgesetzbuch – 8. Buch (SGB VIII ) in Verbindung mit § 2 Sozialgesetzbuch – 9. Buch (SGB IX).

Der örtliche Träger der Sozialhilfe ist seit dem 01.01.2020 für die Leistungen der Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche zuständig.

Informationen insbesondere für Eltern und andere personensorgeberechtigten Personen

Anträge für Kinder mit Behinderung, die integrativ in einer Kinderkrippe betreut werden sollen, stellen Sie bitte beim Sozialamt des Landkreises bzw. der kreisfreien Stadt, in deren Bezirk das Kind wohnt, und nicht beim Landessozialamt.

Die Adressen der Landkreise und kreisfreien Städte erfahren Sie über deren Internetauftritte unter
http://www.niedersachsen.de/master/C8655614_N1701814_L20_D0_I198.html


Für Kinder, die in den Städten Celle, Göttingen, Hildesheim, Lingen/Ems, der Landeshauptstadt Hannover oder der Hansestadt Lüneburg wohnen, stellen Sie die Anträge bitte bei den Sozialämtern dieser Städte, deren Adressen Sie über die vorstehend hinterlegten Links finden.

Sie zahlen im selben Umfang und nach den gleichen Regelungen wie die Eltern nicht behinderter Kinder Elternbeiträge und Verpflegungskosten (Normalisierungsprinzip). Über die hierfür maßgeblichen Regelungen bzw. über Ansprechpartner zu diesen Regelungen wird Sie die Krippe informieren können.

Das Sozialamt des Landkreises oder der kreisfreien Stadt, in deren Bezirk das Kind wohnt, kann auch Auskunft zu eventuellen Regelungen geben, die anzuwenden sind, wenn der Bedarf des Kindes an Leistungen der Eingliederungshilfe nicht den Umfang von zehn Stunden pro Woche und einer Betreuungszeit von mindestens fünf Zeitstunden pro Tag an fünf Werktagen in der Woche erreicht.


Gesamtplan / Zielplanung

Die zuständige Stadt bzw. der zuständige Landkreis vereinbart mit den Eltern bzw. den sonstigen personensorgeberechtigten Personen der Kinder mit Behinderung einen Gesamtplan mit Zielplanung nach dem 2. Leitfaden zur individuellen Zielplanung im Rahmen des Gesamtplans für Menschen mit Behinderung (SMART) sowie dem Anhang zum Leitfaden. Die Krippen richten sich bei der Förderung des Kindes nach diesem Gesamtplan und den in ihm vereinbarten Zielen.


Informationen insbesondere für Kindertagesstätten

Kindertagesstätten erhalten die Pauschale monatlich nur, wenn sie mit dem örtlichen Leistungsträger eine Leistungs- sowie eine Vergütungsvereinbarung abgeschlossen haben.

Die Leistungs- sowie die Vergütungsvereinbarung können die Kindertagesstätten nur bei der zuständigen Stadt bzw. dem zuständigen Landkreis bekommen.


Außerdem beantragen Sie bitte zeitgleich eine Ergänzung der Betriebserlaubnis beim regional zuständigen Fachdienst des Niedersächsischen Kultusministeriums, welcher die für die Krippe gültige Betriebserlaubnis erteilt hat.

Bezüglich der Ergänzung der Betriebserlaubnis und der Förderung aus Mitteln der Jugendhilfe wird auf die Homepage des Kultusministeriums www.mk.niedersachsen.de verwiesen. Hier stehen Antragsformulare und weitere Informationen zur Verfügung.
Außerdem wird auf das Merkblatt des Kultusministeriums vom Juli 2019 hingewiesen.

Blick in eine Kinderkrippe Bildrechte: © Violetstar, fotolia.com

© Violetstar - Fotolia.com

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