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Werkstatt für behinderte Menschen

Die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) ist eine Einrichtung zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben und zur Eingliederung in das Arbeitsleben (§ 219 Abs. 1 S. 1 SGB IX).

Sie ist ein Angebot für behinderte Menschen, die wegen Art und Schwere der Behinderung

  • nicht,
  • noch nicht oder
  • noch nicht wieder

auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden können.

Die Aufnahme eines behinderten Menschen in die Werkstatt setzt voraus, dass

  • er entweder werkstattbedürftig ist, d.h. es liegt eine volle Erwerbsminderung im Sinne des § 43 SGB VI vor.
    Voll erwerbsgemindert ist derjenige, der wegen Krankheit oder Behinderung unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes weniger als drei Stunden arbeiten kann oder derjenige, der zwar noch mindestens drei Stunden arbeiten kann, aber nicht unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes, wenn ihm keine zumutbare Verweisungstätigkeit benannt werden kann.

    Oder

    er nicht erwerbsfähig im Sinne des § 8 Abs. 1 SGB II ist.
    Erwerbsunfähigkeit liegt vor, wenn derjenige wegen Krankheit oder Behinderung auf absehbare Zeit außerstande ist, unter den üblichen Bedingungen des Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein.

  • Weiter muss er werkstattfähig sein, d.h. es wird erwartet, dass er spätestens nach der Teilnahme an Maßnahmen im Berufsbildungsbereich wenigstens ein Mindestmaß wirtschaftlich verwertbarer Arbeitsleistung erbringen wird

    und
  • die Leistungen durch den zuständigen Rehabilitationsträger gewährleistet sind.

Nicht aufgenommen werden können nach § 219 Abs. 2 Satz 2 SGB IX behinderte Menschen, bei denen

  • trotz einer der Behinderung angemessenen Betreuung eine erhebliche Selbst- oder Fremdgefährdung zu erwarten ist,
  • das Ausmaß der erforderlichen Betreuung und Pflege die Teilnahme an Maßnahmen im Berufsbildungsbereich oder
  • sonstige Umstände ein Mindestmaß wirtschaftlich verwertbarer Arbeitsleistung im Arbeitsbereich dauerhaft nicht zulassen.
Personen, die die Voraussetzungen für eine Aufnahme in eine Werkstatt für Behinderte Menschen nicht erfüllen, können in einer Tagesförderstätte betreut werden.

Die Werkstatt für behinderte Menschen ist in verschiedene Bereiche aufgeteilt.Weitergehende Informationen zu den einzelnen Bereichen erhalten Sie hier.

Zum Angebot der Werkstatt für behinderte Menschen gehören nach § 219 Abs. 1 S. 5 SGB IX auch ausgelagerte Arbeitsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.


Bild einer Hand, die eine Schraube festhält   Bildrechte: © thingamajiggs, fotolia.com
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