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Anerkennungsverfahren von im Ausland abgeschlossenen Ausbildungen

Wichtige Hinweise zum Antrag auf Feststellung der Gleichwertigkeit von Gesundheitsfachberufen und Erteilung einer entsprechenden Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung

Bitte lesen Sie vor Antragstellung alle Informationen sorgfältig durch. Der Antrag kann nur bearbeitet werden, wenn alle notwendigen Unterlagen in der entsprechenden Form vorliegen. Reichen Sie aus diesem Grund nur Anträge mit vollständigen Unterlagen in der entsprechenden Form ein. Das Nachfordern von Unterlagen verlängert das Verfahren erheblich.

Persönliche Vorsprache ist in der Regel nicht erforderlich und kann nur nach vorheriger Terminvereinbarung erfolgen. Die Pförtnerin / der Pförtner am Eingang kann Ihnen ohne erfolgte Terminabsprache den Einlass verweigern. Wenn Sie den Weg zu uns auf sich nehmen möchten, wollen wir vorbereitet sein, damit wir Ihre Fragen zufriedenstellend beantworten können. Aus diesem Grund bitten wir von unangekündigtem Besuch abzusehen.

Wir können sehr gut nachvollziehen, dass Sie eine zeitnahe Bearbeitung Ihres Anliegens wünschen. Auch wir haben den Anspruch, Anfragen individuell zu prüfen und schnellstmöglich zu beantworten. Fragen zur Bearbeitungsdauer können von uns generell nicht beantwortet werden. Wir sind immer um eine schnellstmögliche Bearbeitung bemüht.

Eingereichte Unterlagen in Form einfacher oder beglaubigter Kopien werden i. d. R. nicht zurückgesandt und - soweit wir schon eine Entscheidung getroffen haben - auch nicht an andere Stellen weitergeleitet. Wir bitten um Verständnis für diese Vorgehensweisen. Dadurch sollte es möglich sein, zu Ihrem Vorteil mehr Zeit für die eigentliche Sachbearbeitung zu haben.

Bei Fragen zum Antragsverfahren erreichen Sie uns wie folgt:

Telefon: 04131 – 15 – 0

E-Mail: 4SL3@ls.niedersachsen.de

Telefonische Sprechzeiten:

montags bis donnerstags jeweils von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 14:00 Uhr bis 15:00 Uhr

freitags und an Tagen vor niedersächsischen Feiertagen bzw. vor dem 24.12. und 31.12.: 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr

Wir empfehlen Ihnen, sich vor Antragstellung auch von anderen Stellen umfassend beraten zu lassen, insbesondere zu Fragen der finanziellen Unterstützung. Unsere Behörde kann leider keine finanzielle Unterstützung gewähren. Nutzen Sie z. B. folgende Beratungsangebote und fragen Sie dort ggf. auch nach Finanzierungsmöglichkeiten:

I. Erforderliche Unterlagen zum Antrag auf Feststellung der Gleichwertigkeit von Gesundheitsfachberufen und Erteilung einer entsprechenden Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung, sofern ein solcher Antrag erstmalig gestellt wird:

  • Vollständig ausgefüllter und unterschriebener Antragsvordruck (siehe nebenstehend)
    Hinweis: Das Nds. Landesamt für Soziales, Jugend & Familie (LS) ist nur für die im Antragsvordruck aufgeführten Berufsbezeichnungen zuständig.

  • Tabellarischer und unterschriebener Lebenslauf in deutscher Sprache
  • Einfache Kopie eines Identitätsnachweises (Personalausweis/Reisepass)
  • Ihr Diplom in Ihrer Heimatsprache und in deutscher Übersetzung sowie ggf. eine Bescheinigung über die Berechtigung zur Berufsausübung in Ihrem Herkunftsstaat in Ihrer Heimatsprache und in deutscher Übersetzung
    (Hinweis: Bei einer Krankenpflegeausbildung oder Hebammen-/Entbindungspflegeausbildung innerhalb der EU genügt zunächst die Vorlage des Diploms / Ihrer Berechtigung in Ihrer Heimatsprache.)
  • Detaillierte Übersichten in Ihrer Heimatsprache und in deutscher Übersetzung aus der die theoretischen und praktischen Unterrichtsfächer mit Stundenumfang der Ausbildung / des Studiums hervorgehen.
    (Hinweis: Bei einer Krankenpflegeausbildung oder Hebammen-/Entbindungspflegeausbildung innerhalb der EU sind diese Unterlagen zunächst entbehrlich.)
  • Detaillierte Übersichten in Ihrer Heimatsprache und in deutscher Übersetzung über die während der Ausbildung / des Studiums absolvierten Praktika mit Angaben zu den Tätigkeitsmerkmalen und dem Stundenumfang.
    (Hinweis: Bei einer Krankenpflegeausbildung oder Hebammen-/Entbindungspflegeausbildung innerhalb der EU sind diese Unterlagen zunächst entbehrlich.)
  • Sollten Sie noch keinen Wohnsitz in Niedersachsen haben, sondern die Absicht in Niedersachsen einer Ihrer beantragten Berufsbezeichnung entsprechende Tätigkeit ausüben zu wollen: Unterlagen, die die Ernsthaftigkeit Ihrer Absichtserklärung in Niedersachsen arbeiten zu wollen belegen. Zum Beispiel: Stellengesuche, Bewerbungsschreiben oder Kontaktaufnahmen einer beauftragten Personalvermittlungsagentur
  • Sonstige Befähigungsnachweise, sofern diese zur Feststellung der Gleichwertigkeit geeignet sind in Ihrer Heimatsprache und in deutscher Übersetzung
  • Soll das Antragsverfahren nicht über Sie persönlich abgewickelt werden, sondern z. B. über eine Personalvermittlungsagentur oder eine andere Person Ihres Vertrauens, so ist eine von Ihnen persönlich erstellte Vollmacht im Original erforderlich. Sofern die Kosten des Antragsverfahrens einschließlich ggf. erforderlicher Gutachten von der bevollmächtigten Person übernommen werden, ist dem Antrag außerdem eine entsprechende Bestätigung der bevollmächtigten Person im Original beizufügen.

  • Nur bei Bedarf werden von uns folgende Unterlagen zusätzlich angefordert: Nachweise über bereits vorhandene Berufserfahrung in Ihrer Heimatsprache und in deutscher Übersetzung; Konformitätsbescheinigung des Heimatstaates.

II. Erforderliche Unterlagen zum Antrag auf Feststellung der Gleichwertigkeit von Gesundheitsfachberufen und Erteilung einer entsprechenden Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung, sofern ein solcher Antrag bereits in einem anderen Bundesland gestellt wurde und das Verfahren in Niedersachsen fortgeführt werden soll:

  • Vollständig ausgefüllter und unterschriebener Antragsvordruck (siehe nebenstehend)
    Hinweis: Das Nds. Landesamt für Soziales, Jugend & Familie (LS) ist nur für die im Antragsvordruck aufgeführten Berufsbezeichnungen zuständig.

  • Eine Meldebescheinigung im Original. Sofern keine Meldeadresse in Deutschland besteht: eine konkrete Einstellungszusage einer niedersächsischen Einrichtung. Bei geplanter Selbstständigkeit: Konkrete Angaben, die diese Absicht untermauern (z.B. Anmeldung bei Gesundheitsämtern, Gewerbeaufsichtsämtern, Krankenkassen). Pauschalisierte Angaben zu einem künftigen Arbeitgeber oder zur geplanten Selbstständigkeit sind bei einem Zuständigkeitswechsel nicht ausreichend.

  • Sofern bereits vorhanden: einfache Kopie des Feststellungsbescheides der erlassenden Behörde und, sofern in diesem Bescheid notwendige Ausgleichsmaßnahmen festgelegt wurden, eine eigenhändige Erklärung, ob bereits in anderen Bundesländern Ausgleichsmaßnahmen in Form von Anpassungslehrgängen oder Eignungs- bzw. Kenntnisprüfungen unternommen wurden. Falls solche bereits absolviert wurden, sind die entsprechenden Bescheinigungen im Original oder als beglaubigte Kopie vorzulegen.

  • Hat die zuvor zuständige Behörde noch keinen Feststellungsbescheid erlassen, sind durch Sie alle unter I. aufgeführten Unterlagen in der entsprechenden Form vorzulegen. Hinweis: Unangekündigte Aktenabgaben durch andere Behörden sind nicht hilfreich.

Sofern nicht anders angegeben, sind alle Dokumente mittels beglaubigter Kopie vorzulegen. Amtlich beglaubigte Kopien können z. B. von jeder öffentlichen Stelle ausgestellt werden, die ein Dienstsiegel führt. Dies sind insbesondere folgende Institutionen: Deutsche Behörden (Stadt-, Gemeinde, Kreisverwaltungen), Diplomatische Vertretungen der Bundesrepublik Deutschland oder die Botschaft des Landes, aus dem das Dokument stammt. Beglaubigungen von Übersetzern, Wirtschaftsprüfern und Rechtsanwälten werden generell nicht akzeptiert. Beglaubigungen ausländischer Behörden in Drittstaaten und von Notaren aus Drittstaaten werden ohne Bestätigung / Legalisierung durch die deutsche Auslandsvertretung nicht akzeptiert. Eine amtliche Beglaubigung setzt voraus, dass das Original der Urkunde vorliegt und keine Zweifel an deren Echtheit bestehen. Zweifel an der Echtheit bestehen z. B. nicht, wenn die Urkunde mit einer Apostille versehen wurde oder wenn die Urkunde von der deutschen Auslandsvertretung in dem Staat, in dem die Urkunde ausgestellt worden ist, gemäß § 13 Konsulargesetz legalisiert wurde. Ob für die Urkunden eines Staates ein Legalisationsverfahren durchgeführt werden kann, ist der Homepage der Deutschen Auslandsvertretung(en) in diesem Staat zu entnehmen.

Akzeptiert werden nur Übersetzungen, die in Deutschland oder im Ausland von einem / einer öffentlich bestellten oder beeidigten Dolmetscher/-in oder Übersetzer/-in angefertigt wurden. Im Ausland angefertigte Übersetzungen müssen von einer Institution stammen, die in diesem Land zu einer vereidigten Übersetzung (oder einem Äquivalent dazu) befugt ist. Dies muss von der deutschen Auslandsvertretung bestätigt werden. Bestehen Zweifel an der sachgerechten Übersetzung eines Dokumentes, ist es erforderlich, die „Vollständigkeit und Richtigkeit“ der angefertigten Übersetzungen von einem / einer öffentlich bestellten oder beeidigten Dolmetscher/-in oder Übersetzer/-in in Deutschland bestätigen zu lassen.

Erst wenn eine Gleichwertigkeit festgestellt wurde, müssen Sie in einem gesonderten Verfahren zur Erteilung der entsprechenden Berufsurkunde Ihre gesundheitliche Eignung und Ihre Zuverlässigkeit durch entsprechende Unterlagen nachweisen sowie über entsprechende Deutschkenntnisse verfügen. Um zusätzliche Kosten für Sie zu vermeiden, legen Sie uns diese Unterlagen zum jetzigen Zeitpunkt jedoch bitte noch nicht vor. Wir fordern Sie hierzu immer gesondert auf.

Bzgl. der deutschen Sprachkenntnisse müssen Sie nachweisen, dass Sie über Kenntnisse mindestens dem Niveau GER B2 - in der Logopädie GER C2 - (GER = Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen) verfügen und die bescheinigende Einrichtung über eine "ALTE"-Zertifizierung verfügt. Die Notwendigkeit der Zertifizierung der bescheinigenden Einrichtung wird bei uns ab dem 01.03.2021 umgesetzt. Auch nach einer erfolgreichen Ausgleichsmaßnahme (wie z. B. einer Kenntnisprüfung) ist immer ein derartiger Nachweis zu erbringen. Im Bereich der Pflege gilt der Nachweis auch als erbracht, wenn Sie an einer niedersächsischen Pflegeschule oder als vergleichbar anerkannte Einrichtung eine pflegefachsprachliche Kompetenzprüfung nach den Vorgaben des niedersächsischen Sozialministeriums erfolgreich abgelegt haben.

Kosten, die im Wege des behördlichen Anerkennungsverfahrens auf Sie zukommen:

Die Höhe der Gebühr für einen Feststellungsbescheid richtet sich immer nach dem tatsächlichen Arbeitsaufwand. Bei einer Feststellung einer automatischen "EU-Gleichwertigkeit" nach den Vorgaben des Pflegeberufegesetzes oder Hebammengesetzes müssen Sie mit Kosten von ca. 60,- Euro rechnen. In allen anderen Verfahren müssen Sie mit Kosten in Höhe von ca. 200,- Euro rechnen. Damit Ihre Ausbildung inhaltlich bewertet werden kann, können externe fachliche Gutachten erforderlich sein. Die zentrale Gutachtenstelle in Bonn erhebt derzeit pro Gutachten eine Gebühr in Höhe von 515,- Euro. Diese Kosten werden durch uns verauslagt, müssen von Ihnen aber – zusätzlich zu den Gebühren des Feststellungsbescheides – erstattet werden. In allen Fällen gilt: Kann eine vollständige Gleichwertigkeit nachgewiesen werden, kommen weitere Kosten in Höhe von derzeit 53,- Euro für das Verfahren der Urkundenerteilung auf Sie zu.

Bitte beachten Sie, dass Bearbeitungsgebühren auch bei einer Ablehnung oder Zurückziehung des Antrages ganz oder teilweise anfallen können.

Haben Sie Ihren Wohnsitz außerhalb Deutschlands und existiert auch keine Rechnungsadresse in Deutschland, müssen Sie damit rechnen, dass die Auslagen für erforderliche Gutachten sowie die ungefähren Kosten des Verfahrens durch Sie im Voraus zu entrichten sind und eine Antragsbearbeitung erst nach Zahlungseingang erfolgen wird.

Kosten für Übersetzungen, Ausgleichsmaßnahmen etc. sind ebenfalls durch Sie zu tragen, können von uns aber nicht beziffert werden.

Bitte schicken Sie den vollständigen Antrag postalisch an folgende Anschrift:

Niedersächsisches Landesamt für Soziales, Jugend und Familie
Außenstelle Lüneburg
Postfach 2280
21312 Lüneburg

Sofern bekannt, geben Sie bitte immer das Aktenzeichen an.

Telefonisch erreichen Sie uns unter der Telefonnummer: 04131 – 15 – 0 (montags – donnerstags zwischen 10:00 Uhr und 12:00 Uhr und zwischen 14:00 Uhr und 15:00 Uhr, freitags und an Tagen vor niedersächsischen Feiertagen zwischen 10:00 Uhr und 12:00 Uhr). Per E-Mail erreichen Sie uns unter der Adresse 4SL3@ls.niedersachsen.de

Mit Inkrafttreten der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung zum 25.05.2018 hat das Nds. Landesamt für Soziales, Jugend und Familie seine Datenschutzerklärung erneuert.
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