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Fach-Stammtisch

Digitaler Austausch zwischen dem Landesjugendamt (Fachbereich I) und den öffentlichen und freien Trägern in Niedersachsen


Logo des Fach-Stammtisches JÄ/LJA in Niedersachsen - FaSta in orangefarbenen Buchstaben mit roter Wellenlinie unterstrichen Bildrechte: Eilers

Der FaSta als neues Online-Austauschformat für Fachthemen der Kinder- und Jugendhilfe befasst sich insbesondere mit den Änderungen des SGB VIII durch das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG), denn das sind die aktuellen Herausforderungen für den Arbeitsalltag und die Organisation der Arbeit der Jugendämter vor Ort. Ablaufprozesse sind neu zu ordnen, die Beteiligung der jungen Menschen ist in den Verwaltungsabläufen innerhalb und außerhalb der reinen Leistungsgewährung sicherzustellen. Es stellen sich Fragen zu vielen einzelnen Normen. Der FaSta ist ein fachliches, offenes und diskursiv gestaltetes Format in digitaler Form.

Für wen? Der FaSta richtet sich grundsätzlich an die Beschäftigten von örtlichen und freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe in Niedersachsen, die an den Themen inhaltlich interessiert sind und sich zu den Themen austauschen möchten.

Wann? Zu festgelegten Terminen, siehe unten.

Wie lange dauert der FaSta? 1,5 Stunden von 8.30 – 10.00 Uhr

Wie läuft der FaSta ab? Das Landesjugendamt bereiten die Themen inhaltlich auf und geben einen kurzen Input zur Einführung. Im Anschluss erfolgt ein fachlicher Austausch anhand von Leitfragen. Die Teilnehmenden sind herzlich aufgefordert, Anregungen zu geben, um den FaSta interessant, anregend und ansprechend zu gestalten.

Wie erfahre ich von den Themen? Die Termine und die Themen werden über den Newsletter JiN und über die Homepage bekannt gegeben.

Wo melde ich mich an? Eine Interessenbekundung zur Teilnahme erfolgt unbürokratisch über die Anmeldung unter dem unten stehenden Anmeldefeld. Die Zugangsdaten erhalten Sie ca. 7 Tage vor dem FaSta per E-Mail. Eine Anmeldung ist zu jedem FaSta neu erforderlich, da der Teilnehmerkreis je nach Inhalt/Thema variiert. Die unterschiedliche Zusammensetzung je nach Thema ist ausdrücklich so gewünscht.

Haben Sie einen Themenwunsch? Themenwünsche können Sie uns jederzeit gerne mitteilen. Gerne auch über das unten stehende Formularfeld.


Termine und Themen:


Der nächste FaSta findet statt am:


5. FaSta: Donnerstag, den 05.05.2022, in der Zeit von 8.30 - 10 Uhr (Webex-Meeting)


Thema: § 37 c SGB VIII – die zentrale Bedeutung der Perspektivklärung im Hilfeplanverfahren. Wie können Eltern an der Hilfeplanung beteiligt werden?

Zielgruppe: Mitarbeitende öffentlicher und freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe


In den Phasen eines Hilfeprozesses ist das Herstellen von Stabilität und emotionaler Sicherheit für den jungen Menschen von besonderer Bedeutung. Im Idealfall wird dieser im Sinne aller Beteiligten mit einem gemeinsamen Ziel transparent und nachvollziehbar abgeschlossen.

Sofern es dem Kindeswohl dienlich ist, sind Eltern, unabhängig von ihrer Personensorge, an der Hilfeplanung zu beteiligen. Wie kann der Anspruch auf Beratung und Unterstützung sowie Förderung der Beziehung zu ihrem Kind umgesetzt werden? Welche Schritte sind für eine Perspektivklärung von Bedeutung? Welche unterschiedlichen Bedarfe und Handlungsweisen sich daraus ergeben, sollen im FaSta gemeinsam erörtert werden.

Anhand von Beispielen sollen darüber hinaus Anregungen für gelingende Elternarbeit gegeben werden.

Sicherlich bewegt diese gesetzliche Aufgabe die öffentlichen Träger bereits. Daher ist unbedingt erwünscht, dass die Interessierten und Teilnehmenden von den Handlungsweisen in ihrem Jugendamt berichten.


Die Teilnahme ist aus technischen Gründen auf 40 Teilnehmende begrenzt. Bitte melden Sie über das unten stehende Anmeldefeld an.



6. FaSta: Donnerstag, den 02.06.2022, in der Zeit von 8.30 - 10 Uhr (Webex-Meeting)


Thema: Das Konzept zum Schutz vor Gewalt nach § 45 Abs. 2, Nr. 4 SGB VIII – Fachliche Orientierung des Landesjugendamtes FB I (+II)

Zielgruppe: Mitarbeitende von freien und öffentlichen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe

Ein Konzept zum Schutz vor Gewalt zu erstellen ist eine der neuen gesetzlichen Anforderungen für die Träger der betriebserlaubnispflichtigen Einrichtungen durch das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG).

Doch was sollte ein Konzept zum Schutz vor Gewalt beinhalten und leisten? Wer sollte an einem solchen Konzept mitarbeiten und wer könnte die Einrichtungen unterstützen? Wie können bereits implementierte Bausteine, wie z.B. Beschwerdestrukturen, in das Konzept integriert werden? Wie können die notwendigen, klaren Verantwortlichkeiten hergestellt werden, um Handlungssicherheit für alle Mitarbeitenden und Betreute zu etablieren? Welche Fortbildungen benötigen die Mitarbeitenden, um zukünftig die Präventionsstrukturen weiterzuentwickeln?

Und die wichtigste Frage: Wie und wann werden Kinder und Jugendliche selbst an dem Prozess beteiligt? Wie kann die Anwendung und Weiterentwicklung eines „lebenden“ Konzepts gut gelingen?

In der Veranstaltung können auch weitere Fragen zur Fachlichen Orientierung zur Erstellung eines Konzepts zum Schutz vor Gewalt des Landesjugendamtes FB I (+II) gestellt werden.


Die Teilnahme ist aus technischen Gründen auf 40 Teilnehmende begrenzt. Bitte melden Sie über das unten stehende Anmeldefeld an.




Ehemalige Fach-Stammtisch-Themen:


1. FaSta, 03.11.2021, in der Zeit von 8.30 – 9.30 Uhr (Webex-Meeting)

Thema: Kinderschutz – die multiprofessionelle Gefährdungseinschätzung nach den neuen Anforderungen des § 8a Abs. 1 SGB VIII.

Zielgruppe des Themas: Mitarbeitende der öffentlichen Träger

Bei Bekanntwerden von gewichtigen Anhaltspunkten für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen, hat das zuständige Jugendamt eine fachliche Einschätzung in Bezug auf das Gefährdungsrisiko vorzunehmen. In der Gesetzesänderung geht es um die Beteiligung von Personen an der Gefährdungseinschätzung in geeigneter Weise, die gemäß § 4 Absatz 3 des Gesetzes zur Kooperation und Information im Kinderschutz dem Jugendamt Daten übermittelt haben.

Daraus können sich folgende Fragen ergeben: Wie trifft das Jugendamt diese Einschätzung? Welche Rolle spielt der Vertrauensschutz und die Wahrung der Persönlichkeitsrechte? Wie, wann und in welchem Umfang soll die Beteiligung der Personen erfolgen? Welchen Mehraufwand bedeutet dies für den ASD in der Praxis?


2. FaSta, 01.12.2021, 8.30 - 10.00 Uhr (Webex-Meeting)

- Veranstaltung war ausgebucht -

Thema: Hilfe für junge Volljährige / Nachbetreuung nach §§ 41 und 41a SGB VIII neu

Zielgruppe: Mitarbeitende öffentlicher und freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe

Nachdem schon der 14. Kinder- und Jugendbericht ausführlich auf die Lebenslagenjunger Volljähriger eingegangen ist hat der Gesetzgeber im KJSG die Hilfe für junge Volljährige neu geordnet. Der Prüfungsauftrag an den öffentlichen Träger lautet künftig, festzustellen, ob im Rahmen der Möglichkeiten des jungen Volljährigen die Gewährleistung einer Verselbständigung nicht oder nicht mehr vorliegt. Ist dies der Fall, so muss dem jungen Volljährigen in jedem Fall eine geeignete und notwendige Hilfe (weiterhin) gewährt werden. Die Anforderungen an die Prognoseentscheidung des öffentlichen Trägers sind damit im Vergleich zur geltenden Regelung des § 41 Absatz 1 Satz 1 SGB VIII geschärft, rechtsklarer und rechtssicherer gefasst. Der neue § 41a SGB VIII erhöht den Verpflichtungsgrad zur Unterstützung und Beratung junger Volljähriger nach Beendigung der Hilfe.

Im Fachstammtisch sollen die geänderten Vorschriften nach kurzer Einführung im Hinblick auf ihren die Praxis verändernden Impuls diskutiert werden.


3. FaSta 02.02.2022, 8.30 - 10.00 Uhr (Webex-Meeting)

Thema: Der Verfahrenslotse gemäß § 10b SGB VIII – wie kann die Umsetzung gelingen und welche Anforderungen stellt diese neue Aufgabe an die Mitarbeitenden und die Organisation Jugendamt?

Zielgruppe des Themas: vornehmlich Mitarbeitende der öffentlichen Träger

Die Aufgaben des Verfahrenslotsen beinhalten eine gänzlich neue Aufgabe für die öffentlichen Träger der Jugendhilfe. Dies kann bereits vor Eintreten der 2. Reformstufe ab dem 01.01.2024 umgesetzt werden. Doch wie sollten diese Aufgaben erfüllt werden? Wo werden die Verfahrenslotsen in der Organisation Jugendamt angeordnet? Wie gelingt die Mischung aus Einzelfallarbeit und koordinierender Funktion, die der § 10b SGB VIII vorgibt? Wie kann man die Familien und jungen Menschen mit Behinderungen darüber niederschwellig informieren, dass es bald den Verfahrenslotsen als Unterstützung gibt? Und über welche Qualifikationen sollten die Mitarbeitenden verfügen, die als Verfahrenslotsen tätig sein möchten? Diese und weitere Fragen sollen im FaSta erörtert werden. Sicherlich bewegt diese neue gesetzliche Aufgabe die öffentlichen Träger bereits. Daher ist unbedingt erwünscht, dass die Interessierten und Teilnehmenden von den Prozessen in ihrem Jugendamt berichten. Da die Aufgabe vom Gesetzgeber direkt bei den örtlichen Träger der Jugendhilfe angesiedelt worden ist, dient dieser FaSta vorrangig dem Austausch der örtlichen Träger. Aber auch freie Träger, die an dem Thema interessiert sind, sind herzlich willkommen.


4. FaSta 03.03.2022, 8.30 – 10.00 Uhr (Webex-Meeting)

- Veranstaltung war ausgebucht -

Thema: Beteiligung und Ombudschaft

Zielgruppe: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von freien und öffentlichen Trägern der Kinder und Jugendhilfe

Durch das Gesetz zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen (KJSG) wurden die im SGB VIII verankerten Rechte von Kindern und Jugendlichen sowie ihren Personensorgeberechtigten auf Beratung, Beteiligung und Interessenvertretung in wesentlichen Punkten konkretisiert und gestärkt.

Neben den Änderungen durch das KJSG u.a. durch den gesetzlichen Auftrag zur Sicherstellung der Einrichtung von Ombudsstellen in den Ländern wird auch das aktuell im Niedersächsischen Landtag beratene Gesetz zur Änderung des AG SGB VIII vorgestellt, das die Umsetzung dieses gesetzlichen Auftrages in Niedersachsen beinhaltet.



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