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27. Forum Jugendarbeit – (Durch)- Führung in der Jugendarbeit! Kommunikation und Beziehungsarbeit – Ist das Kunst oder kann das weg?

Das Niedersächsische Landesjugendamt tagte Ende Januar 2018 mit mehr als 100 Fachkräften der Kinder- und Jugendarbeit anlässlich des nunmehr 27. Forums Jugendarbeit in Stapelfeld und die Warteliste derer, die nicht teilnehmen konnten, war lang. Torsten Hardieß (Institut für Gewaltfreie Kommunikation) sorgte mit seinem Einstiegsvortrag „Aufrichtig und empathisch kommunizieren in der Jugendarbeit“ für einen gelungenen Input und wies darauf hin, dass „Kommunikation Beziehungsarbeit ist“. Darauf folgte der Vortrag „Kommunikation und Beziehungsarbeit in der Kinder- und Jugendarbeit: ist das Kunst oder kann das weg?“ von Prof. Dr. disc. pol. Peter-Ulrich Wendt (Hochschule Magdeburg-Stendal). Der Vortrag verdeutlichte, dass Unterstützungsstrukturen im sozialen und institutionellen Gefüge gefördert, infrastrukturelle Rahmenbedingungen geschaffen sowie Persönlichkeitsrechte gestärkt werden müssen. Am zweiten Tag standen 4 Workshops und 2 Dialogforen für einen tieferen Input und einen intensiven Austausch zur Verfügung. Torsten Hardieß bot einen Workshop zur Gewaltfreien Kommunikation an, Christoph Penning von der DLRG Jugend Niedersachsen beleuchtete das Thema Wertschätzung zeigen und erfahren – Mechanismen für ein gelungeneres Miteinander. Kiana Ghaffarizad von der Amadeu Antonio Stiftung brachte durch den Workshop Diversität reflektieren – empowernd agieren: Praxisbausteine für eine diversitätsbewusste und empowernde Jugendarbeit eindrucksvoll und nachhaltig ein. Der vierte Workshop beschäftigte sich mit dem Thema Bindung (-sunsicherheit) und die Bedeutung haltender Beziehungsangebote in der Jugendarbeit und wurde von den Referentinnen Stephanie Kiral und Esra Taptik-Malik vom Winnicott Institut Hannover gehalten. Parallel zu diesen Workshops fanden zwei Dialogforen zu den Themen Kommunikation und Beziehungen mit Jugendlichen und Führungskraft in der Jugendarbeit statt – zwei zentrale Themen der Jugendarbeit. Beim Ergebnistransfer am Nachmittag lernten die Teilnehmenden das Tool „Plickers“ kennen. Die Methode des anonymen Abstimmens per QR Code kam bei den Teilnehmenden gut an. Durch die parallel zu den Workshops stattfindende Tagesdokumentation im Padlet sind die Ergebnisse für alle Workshops unmittelbar einsehbar gewesen. Am letzten Veranstaltungstag wurde das Thema Bindung und Pubertät durch die Referentin Esra Taptik-Malik aufgegriffen, um vor allem die Rolle der Jugendarbeiter/innen in den Fokus zu stellen. Mit 5 wichtigen Thesen umrahmte Christoph Penning seinen Input zum Thema Wertschätzung im Miteinander der Jugendarbeit und begeisterte auch die Teilnehmer/innen kurz vor Abreise mit kleinen Kärtchen wie, „Gute Heimfahrt“ oder „Schön, dass du da warst!“. Der hohe Stellenwert, den die Beziehungsarbeit in der Kinder- und Jugendarbeit hat und Kindern und Jugendlichen Anerkennung, Respekt und Wertschätzung vermittelt, wurde im Laufe der Veranstaltung immer wieder betont. Das Niedersächsische Forum Jugendarbeit hat sich zu der zentralen Fachtagung der Jugendarbeit der öffentlichen und freier Träger in Niedersachsen etabliert. Impressionen der Veranstaltung finden Sie untenstehend im Format eines Kurzfilms.



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