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Die 9. Fachtagung zur Professionalisierung der kommunalen Alkoholprävention in diesem Jahr als Online-Fortbildung

Aus der Forschung ist lange bekannt, welch große Rolle das Verhalten der Eltern für den Alkoholkonsum von Jugendlichen hat. Das gilt einerseits für negative Einflussfaktoren, die das Risiko des Konsums von Jugendlichen steigern, andererseits aber auch für positive Einflussmöglichkeiten, wie das Regelsetzen und das eigene Konsumverhalten.

Für Eltern ist es allerdings eine Herausforderung, in einer sich stets wandelnden Gesellschaft mit neuen Ansprüchen und Erwartungen an sie selbst und auch an die Jugendlichen, für klare Regeln und Normsetzungen in Bezug auf Alkoholkonsum und anderen Substanzgebrauch zu sorgen. Hinzu kommt, dass in verschiedenen Sozialisationsbereichen, wie der Schule, im öffentlichen Raum und in Partysettings andere Einflüsse entwicklungsbedingt eine immer größere Rolle spielen.

Für Fachkräfte in der kommunalen Alkohol- und Suchtprävention ist es gleichermaßen wichtig und schwierig, Eltern zu erreichen. Dabei gilt es, diese als Adressaten für Botschaften zum förderlichen Elternverhalten zu sehen, aber auch als mögliche Partner*innen für die Gestaltung von Normen und Verhaltensstandards in Institutionen wie der Schule und im kommunalen Setting insgesamt. Die Reflexion der eigenen Rolle und des „Auftrags“ ist für Fachkräfte in diesem Zusammenhang von Bedeutung, um sowohl ein professionelles als auch ein partnerschaftliches Verhältnis auf der Grundlage des Empowerments zu entwickeln.

Das Niedersächsische Landesjugendamt (NLJA), die Niedersächsische Landesstelle für Suchtfragen (NLS), die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen (LJS), die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin (LVG&AFS) und der Landespräventionsrat Niedersachsen (LPR) führen seit vielen Jahren eine Veranstaltungsreihe zum Thema "Professionalisierung kommunaler Alkoholprävention" durch. Bedingt durch die Corona-Pandemie wird die Tagung in diesem Jahr als Online-FortbildungsReihe mit der „Zoom-Software“ angeboten.

In den Online-Seminaren möchten wir uns mit folgenden Fragen befassen: Welche Möglichkeiten stehen (in) Kommunen für die Arbeit mit Eltern zur Verfügung? Was können Eltern tun, um präventiv zu wirken? Wie können Fachkräfte und Eltern partnerschaftlich Handlungsansätze entwickeln und welche guten Praxisbeispiele gibt es dazu?

1. Termin: 08.09.2020, 10:30 – 12:00 Uhr
Dr. Jens Kalke (Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg):
„Vorglühen zu Hause? Handlungsempfehlungen für Eltern im

Umgang mit dem Alkoholkonsum ihrer Kinder - Ergebnisse einer explorativen Studie“

2. Termin: 08.09.2020, 13:00 – 14:30 Uhr
Prof. Dr. Claudia Pischke (Institut für Medizinische Soziologie, Heinrich-Heine-Universität):

Empowerment von Elternorganisationen im Rahmen von gemeindebasierter Alkoholprävention bei Kindern und Jugendlichen. Ergebnisse und Erfahrungen aus dem EPOPS – Projekt

Gerald Kühn (Vorstandsmitglied Landeselternrat Niedersachsen):

Prävention aus Sicht der Elternvertretungen in Schule

3. Termin: 15.09.2020, 10:30– 12:00 Uhr

Prof. Dr. Sabine Walper (Deutsches Jugendinstitut):
„Elternschaft heute – Perspektiven des 9. Familienberichts der Bundesregierung“


4. Termin: 15.09.2020, 13:00 – 14:30 Uhr
Moderierter Austausch zu Fragen aus der Praxis in der Arbeit mit Eltern in der Alkoholprävention. Welche Herausforderungen und Hindernisse gilt es zu überwinden?
Von welchen guten Beispielen können wir lernen?

Bitte melden Sie sich bei Interesse bis spätestens zum 25.08.2020 für alle 4 Termine verbindlich online unter:

https://www.fobionline.jh.niedersachsen.de/detail.php?urlID=2607

oder schriftlich mit dem Anmeldeformular des Fortbildungsprogramms 2020 unter der Seminarnummer 46-20-085 verbindlich an.

Die Teilnahme an dieser Online-Fortbildung ist kostenfrei.

Bite geben Sie bei Ihrer Anmeldung eine E-Mailadresse an, an die einige Tage vor den Online-Seminaren die Zugangsdaten gesendet werden können.

Als Zugangsvoraussetzungen benötigen Sie einen Internetzugang sowie einen PC oder ein vergleichbares Endgerät mit Kamera und Mikrofon ( Headset ).

Ggfls. wäre für eine Audioteilnahme auch die Einwahl über Telefon möglich.


Autor/ Ansprechpartner:

Matthias Gelbke, Tel.: 0511 89701 339

E-Mail: matthias.gelbke@ls.niedersachsen.de


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