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Jugendhilfe und Europa

Die EU und die Jugendhilfe in Deutschland


Das zusammenwachsende Europa ist schon lange keine reine Wirtschaftsunion mehr. In immer stärkerem Maße gibt es auch Bestrebungen, im sozialen und gesellschaftlichen Bereich ein stärkeres Zusammenwachsen zu fördern.

Die Europäische Union hat nur im Bereich des Jugendaustausches eigene Kompetenzen und hier gibt es seit Jahrzehnten zahlreiche Förderprogramme. Die Jugendhilfe gehört als Teil des Sozial- und Bildungssystems der einzelnen Mitgliedsländer ansonsten nicht zu den Aufgaben der Union. Dennoch hat sich die EU seit etwas zehn Jahren verstärkt diesem Thema zugewandt. Zentraler Grund ist vor allem, die junge Generation als Träger des Europäischen Gedankens zu fördern und im Rahmen der sog. Lissabon-Strategie Europa zu der stärksten Wirtschaftsregion der Welt zu entwickeln. Das geht nicht ohne den Einbezug und die Förderung der jungen Menschen.

Mit dem EU-Weißbuch "Neuer Schwung für die Jugend Europas" aus dem Jahr 2001 wurde jedoch erstmals ein darüber hinaus gehender Anspruch formuliert. Zudem haben die Regierungschefs im Jahr 2004 die Stärkung der jugendpolitischen Zusammenarbeit beschlossen.

Inzwischen gibt es eine neue EU-Strategie für die Jugend mit dem Titel „Jugend – investieren und befähigen“, die im November 2009 vom Jugendministerrat verabschiedet wurde. Außerdem liegt seit April 2009 der erste gesamteuropäische Jugendreport vor, allerdings bislang nur in englischer Sprache. Eine deutsche Übersetzung ist derzeit in Vorbereitung und wird demnächst von der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe in Berlin veröffentlicht.

 

Mädchen schauen auf Globus Bildrechte: © Elena Elisseeva - Fotolia.com

© Elena Elisseeva - Fotolia.com

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